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Die Kunst des SPIEGEL

Titel-Illustrationen aus fünf Jahrzehnten

5. November 2004 - 20. Januar 2005 in der nördlichen Deichtorhalle

Von links nach rechts:


1. Ausstellungsplakat

2. Die Bush-Krieger: Illustration: Jean Pierre Kunkel, SPIEGEL-Titelbild 8_2002

3. Einstein: Illustration: Braldt Bralds, SPIEGEL-Titelbild 50_1999

4. Freud: Illustration: Michael M. Prechtl, SPIEGEL-Titelbild 52_1984

In der Ausstellung „Die Kunst des SPIEGEL — Titel-Illustrationen aus fünf Jahrzehnten“ werden rund 200 im Auftrag des SPIEGEL entstandene Original-Illustrationen erstmalig neben den veröffentlichten Titeln gezeigt. Sie bietet so einen außergewöhnlichen Einblick in Stil-, Zeit- und Politikgeschichte sowie die Möglichkeit, etwas über die Arbeitsweise der ausgewählten 60 Illustratoren und der Titelbild-Redaktion des SPIEGEL zu erfahren. Auch bisher unveröffentlichte Arbeiten werden zu sehen sein.

Gestaltet wurde die Ausstellung „Die Kunst des SPIEGEL“ in Kooperation zwischen den Deichtorhallen Hamburg und dem SPIEGEL-Verlag.

 

In das kollektive Bewusstsein haben es viele der Titelbild-Illustrationen des SPIEGEL geschafft, - in die Museen hingegen nur selten. Die Deichtorhallen zeigten 1991 Hunderte von SPIEGEL-Titeln in einer künstlerischen Verarbeitung von Hanne Darboven. Und auch auf der von Harald Szeemann 1972 zusammengestellten documenta 5 in Kassel waren vierzig SPIEGEL-Cover zu sehen. „Befragung der Realität - Bildwelten heute” hieß das Thema damals. Unter diesem Blickwinkel haben insbesondere die Cover-Illustrationen nichts an Aktualität für die Ästhetik der Gegenwart verloren.

 

Der SPIEGEL ist eines der wenigen Magazine, bei dem die Illustration auf dem Titel einen festen Platz hat - trotz der Flut an photographischen Bildern. Die Künstler, von denen diese Illustrationen stammen, werden in der Ausstellung in den Vordergrund gerückt. Die vom SPIEGEL beauftragten Künstler wie Braldt Bralds, Boris Artzybasheff, Dieter Wiesmüller oder Michael Matthias Prechtl gehören und gehörten zu den führenden Illustratoren der Welt. Sie arbeiten mit den verschiedensten Mitteln und Medien: Zeichnungen, Gemälde, digitale Illustrationen bilden die künstlerischen Vorlagen für die SPIEGEL-Cover.

 

Anhand eines eigens produzierten Films kann die Entstehung eines Titelbildes von der Ideenfindung bis zur Realisation verfolgt werden. Ein umfangreiches Begleitprogramm wendet sich mit verschiedenen Workshops und Vorträgen sowohl an Ausstellungsbesucher als auch an das Fachpublikum.

 

Die internationale Ausstellungstournee hat in den Deichtorhallen Hamburg Premiere.

Es folgen weitere Stationen in Berlin, Frankfurt, Düsseldorf, München, Wien, Stuttgart, Basel und zum Abschluss im Januar 2006 das „Museum of American Illustration” in New York.

 

Ein Katalog ist erschienen im teNeues-Verlag zum Preis von EUR 29,90.

Hg.: Stefan Aust und Stefan Kiefer, mit einem Vorwort des New Yorker Art Directors Steven Heller, einem Text von Walter Grasskamp sowie einem Interview mit Eberhardt Wachsmuth, der 30 Jahre das Titelressort des SPIEGEL leitete.

Flexicover, Format: 22 x 29 cm, 272 Seiten, 150 Farbillustra-tionen, 60 Farb- und S/W Fotografien, Text in Deutsch und English, ISBN: 3-8327-9000-4.

 

Darüber hinaus werden eine Auswahl von Titelmotiven in limitierter Auflage,ein Kalender sowie Postkarten und Poster begleitend zur Ausstellung im teNeues-Verlag angeboten.