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WIM WENDERS
PLACES, STRANGE AND QUIET

14. APRIL − 19. AUGUST 2012 IN DER SAMMLUNG FALCKENBERG, HAMBURG-HARBURG

Die Sammlung Falckenberg der Deichtorhallen befindet sich in den Phoenix-Hallen in Hamburg-Harburg. Die dortigen Ausstellungen können nur im Rahmen von Führungen besucht werden.

AUFGRUND DER GROSSEN NACHFRAGE: Zusätzliche Führungen am letzten Wochenende! Termine und die Möglichkeit zur Buchung finden Sie unter www.sammlung-falckenberg.de/besuch


Fotografien des international renommierten Regisseurs und Künstlers Wim Wenders werden in Kooperation mit Wenders Images Berlin vom 14. April bis 19. August 2012 in der Sammlung Falckenberg der Deichtorhallen in Hamburg-Harburg präsentiert. Für die Ausstellung »Places, strange and quiet« hat Wim Wenders eine faszinierende Auswahl von nahezu 60 großformatigen Bildern zusammengestellt, die bis auf wenige Ausnahmen erstmals in Deutschland zu sehen sind. Alle ausgestellten Arbeiten sind auf Reisen entstanden und spiegeln die unterschiedlichsten Beobachtungen eines neugierigen und rastlosen Reisenden wider. Wenders’ Route führt uns u.a. in den Amerikanischen Westen, den Deutschen Osten, nach Australien, Südamerika, Südostasien, Armenien, Italien oder Japan und zeigt uns ungewohnte Blicke auf Tokyo, São Paulo, Berlin oder Moskau. 



»Wenn man viel unterwegs ist,« schreibt er, »wenn man gern umherstreift, um sich zu verlieren, kann man an den merkwürdigsten Orten landen. [...] Es muß wohl eine Art eingebauter Radar sein, der mich oft in Gegenden führt, die entweder sonderbar ruhig oder auf eine ruhige Art sonderbar sind.

Wenders’ Bilder handeln vor allem von Orten, die im Verschwinden begriffen sind. Sie verweisen auf eine Zivilisation, die man nur noch an ihren Spuren erkennen oder erahnen kann. Das Verhältnis dieser Orte zu den Menschen, die hier leben oder gelebt haben, will vom Betrachter erkundet werden. Wenders’ Beobachten und Erforschen von Orten gleicht einem kontemplativen Abschreiten, einer anderen Art von Vermessung: sein Interesse gilt dem In-Vergessenheit-Geraten. Er befragt die Orte hinsichtlich ihrer kulturellen Erinnerung und macht diese Befragung zu einem ästhetischen Programm, bei dem er die Fotografie als Instrument gegen den Erinnerungsverlust einsetzt, denn ihm zufolge tragen »Landschaften und Orte das Bedürfnis in sich, erzählt, festgehalten und weitergezeigt zu werden.«



Das Centre Pompidou in Paris hat Wenders’ 1983 zur Motivsuche von »Paris, Texas« entstandenen Fotografien erstmals 1986 unter dem Ausstellungstitel »Written in the West« gezeigt. Die Ausstellung »Pictures from the Surface of the Earth«, wurde 2001 im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart in Berlin eröffnet, dann höchst erfolgreich im Guggenheim Museum in Bilbao gezeigt und wandert seitdem durch Museen und Kunstinstitutionen weltweit.



KATALOG

Wim Wenders: Places, strange and quiet. 124 Seiten, 37 farbige Abbildungen, 8 Klapptafeln. Hardcover. Hatje Cantz, 2011. ISBN 978-3775731485, 24.80 Euro

 

Foto: Henning Rogge / Deichtorhallen Hamburg
Wim Wenders: Street Corner Butte, Montana, 2003
Foto: Henning Rogge / Deichtorhallen Hamburg
Wim Wenders: Cowboy Clown, Brisbaine, 2006
Foto: Henning Rogge / Deichtorhallen Hamburg
Wim Wenders: Dinosaur and Family, California, 1983
Foto: Henning Rogge / Deichtorhallen Hamburg
Wim Wenders: Policeman, Heiligendamm, 2007
Foto: Henning Rogge / Deichtorhallen Hamburg
Wim Wenders: Sun Bather, Palermo, 2007
Foto: Henning Rogge / Deichtorhallen Hamburg